Oliver Jöst

Künstler aus Wald-Michelbach

Portrait Oliver Jöst

In Wald-Michelbach im Odenwald bin ich zu Hause – mit Haut und Haar in dieser Landschaft verwurzelt. Was mich in der Kunst antreibt, ist das Spannungsfeld von Natur, Raum und Nachhaltigkeit: Ich möchte den stillen Dialog zwischen Mensch, Landschaft und Umwelt nicht erklären, sondern spürbar machen, damit er im Herzen nachhallt. Dass meine Arbeit dabei auch überregional wahrgenommen und eingeladen wird, ehrt mich – sie bleibt für mich trotzdem fest mit diesem Boden verwoben.

Kunst im öffentlichen Raum

Am Kunstweg „Nachhaltigkeit“ der Sparkassenstiftung Starkenburg darf ich mitwirken – mehrere Künstlerinnen und Künstler stellen hier mit eigenen Arbeiten aus; ich bin eine von ihnen. Ein Projekt, das mich berührt, weil es Kunst nicht auf die Seite stellt, sondern in die Landschaft hinein atmen lässt. Entlang des Weges entstehen Werke, die ich so denke, dass sie nicht für sich allein stehen, sondern im Zusammenspiel mit Ort, Licht und Stille wachsen.

Für meine Beiträge wähle ich unterschiedliche Materialien, die ich bewusst recycelt oder wiederverwendet einsetze – Reste, Fundstücke, Dinge mit Vorgeschichte: Für mich sind sie Träger des Themas, nicht billiges Beiwerk.

Das wünsche ich mir für die, die den Weg gehen:

Für mich ist das keine „Sache aus Stein“ im Gras – sondern Erfahrung im Raum, die Sie mitnehmen dürfen, ohne dass ich sie Ihnen vorschreibe.

Thematischer Schwerpunkt: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist für mich kein Schlagwort an der Wand, sondern ein Motiv, das unter die Haut geht. Im Atelier und draußen im Gelände begleiten mich Fragen wie:

Ich will niemandem eine Moral überstülpen – mir liegt mehr daran, dass stille Auseinandersetzung und persönliches Erleben Raum bekommen.

Regionale Verbundenheit

Die Region Überwald / Odenwald ist für mich nicht nur Kulisse – sie ist Mitgestalterin dessen, was ich forme. Wege, Wälder und Höhenzüge sind in meine Arbeit eingeschrieben – mit Geräusch, Duft und dem Gefühl von Zuhause zwischen den Hügeln.

Wenn ich in regionale Kulturprojekte eingebunden bin, entsteht Kunst, die ich für die Menschen vor Ort ebenso im Sinn habe wie für Gäste von außerhalb – weil geteilte Heimat ein Gefühl ist, das ich ernst nehme.

Einladung zum Dialog

Meine Arbeiten sind für mich Einladungen, keine fertigen Antworten. Ich möchte Räume öffnen – für Ihre Gedanken, für Gespräche, für Perspektiven, die vielleicht erst unterwegs entstehen.

Wenn Sie sich Zeit nehmen für die Umgebung, für das Thema Nachhaltigkeit und für Ihren eigenen Blick auf Natur und Zukunft, dann ist mir das mehr wert als jede kurze Betrachtung. Das ist der Moment, für den ich arbeite.